Kursinhalt
Begriffsdimensionen
Wie du in der vorangegangenen Lerneinheit gesehen hast, ist Audience Development ein facettenreicher Begriff. Er generiert sich aus verschiedenen Meinungen und Perspektiven, vor allem aber durch einen inhaltlichen Bedeutungswandel in den letzten 30 Jahren. In der folgenden Präsentation kannst du dies nachvollziehen.
0/3
Audience Development – als wertebasierte Kulturarbeit
Leitfragen Welche Rolle spielt eine Werteorientierung im Audience Development? Was ist wertebasierte Kulturarbeit? Wie lassen sich Werte für eine Kultureinrichtung entwickeln und stärken?
0/6
Ausblick
Leitfragen Wie lässt sich strategisches Audience Development angehen? Welche Rolle spielen Vision und Mission für eine langfristige Strategie? Was waren die wichtigsten Fakten/Informationen in diesem Basismodul?
0/4
Publikumszentrierte Kulturarbeit durch Audience Development
Lektion

Wertentwicklung

Wie lassen sich Werte für eine Kultureinrichtung entwickeln und stärken?

Das Werte- und Entwicklungsquadrat des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun ist ein hilfreiches Werkzeug, um Werte in ihrer Bedeutung zu schärfen, sie differenziert zu betrachten und so auch vermeintlich gegensätzliche Werte mit in den Blick zu nehmen. Vor allen Dingen hilft das Quadrat dabei, Werte-Diskussionen zu eröffnen und zu strukturieren, um daraus Maßnahmen für eine gemeinsam getragene Einrichtungskultur zu entwickeln.

Der Ausgangspunkt des Werte- und Entwicklungsquadrates lautet: Jeder Wert – das heißt jede Tugend, jedes Leitprinzip, jede menschliche Qualität – kann nur dann seine volle konstruktive Wirkung entfalten, wenn er sich in ausgehaltener Spannung zu einem positiven Gegenwert, dem sogenannten „Schwesternwert“ befindet. Die Balance von Wert und Schwesternwert verhindert, dass ein Wert übertrieben gelebt wird und somit zu einem negativen Gegenpol – einem „Unwert“ – verkommt.