Kursinhalt
Publikum – Wer ist gemeint?
Wer verbirgt sich hinter dem Begriff Publikum? Über welche drei Kategorien lässt sich das Publikum differenziert betrachten? Welche grundlegenden Handlungsempfehlungen lassen sich für die drei Kategorien ableiten?
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(Nicht-)Publikum kennenlernen: Perspektivwechsel
Wie erweitert man sein Wissen über Publikum und Nicht-Besuchende? Wie kann die Persona-Methode das Verständnis für bestimmte Personengruppen vertiefen?
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Methodenkoffer
Welche Methoden hält die (Nicht-)Besuchendenforschung bereit?
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Zielgerichtete Kontaktaufnahme mit dem Publikum
Wie kann das (Nicht-)Publikum zielgerichtet, ressourcen- und bedarfsorientiert in den Blick genommen werden?
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Ausblick: Planung ist alles!
Wie behält man trotz komplexen Vorgehens den Überblick? Welche agilen Tools eignen sich zur Förderung von Planung und Transparenz im Team?
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Abschluss
Was waren zentrale Fakten und Informationen in diesem Modul?
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Praxiswerkzeuge für die publikumszentrierte Kulturarbeit
Lektion

Übung: Modelliere eine eigene Persona

Aufgabe Handlungsaufforderung

Jetzt du! Modelliere nun eine eigene Ad-hoc-Persona für deine Kulturinstitution!

Du kannst dabei stellvertretend eine Gruppe des Stammpublikums, der Gelegenheits- oder auch der Nicht-Besuchenden abbilden, je nachdem, welche Herausforderung oder Fragestellung du und deine Institution verfolgen möchten. Beziehe dich dabei bestenfalls auf deine zuvor formulierte Vision. Hattest du hier bereits eine der Publikumskategorien oder vielleicht sogar schon eine etwas differenziertere Personengruppe im Blick? Falls ja, nimm diese als Ausgangspunkt, um deine Persona zu erstellen. Falls nein, überlege dir jetzt, über welche (Nicht-)Besuchsgruppe du im Zusammenhang mit deiner Vision mehr erfahren und mit wem du in Kontakt kommen möchtest.

Stelle dir dann Fragen wie:

  • Welche demografischen Merkmale zeichnen diese Persona aus?
  • Welche Hintergrundinformationen sind wichtig, um die Lebensumstände und Erfahrungen der Persona zu verstehen?
  • Was sind die Ziele, Motivationen und Bedürfnisse dieser Persona – auch im Hinblick auf Kulturaktivitäten?
  • Welche Verhaltensmuster und Gewohnheiten hat diese Persona?
  • Welche Kommunikationskanäle bevorzugt sie?
  • Was könnte ein Lebensmotto der Persona sein?

Denke daran, dass diese Ad-hoc-Persona, beruhend auf Annahmen oder bereits bekannten Daten, lediglich ein erstes Werkzeug ist, um das Verständnis für die jeweilige Personengruppe zu verbessern. Habe daher keine Hemmungen vor dem schnellen Entwickeln von zunächst klischeehaft wirkenden Stereotypen. Im nächsten Schritt wirst du die Persona kritisch reflektieren und durch gezielte Besuchendenforschung weiter konkretisieren.

Verwende für das Erstellen deiner Persona das sogenannte Canvas, eine Art Arbeitsblatt, das dir hilft, Gedanken und Ideen strukturiert zu erfassen. Du findest es hier und im Download-Bereich. Damit du die Vorlage gut bearbeiten kannst, handelt es sich um ein beschreibbares PDF. Dabei steht dir frei, ob du lieber eine unbeschriebene Vorlage ausdruckst, die du im Anschluss händisch beschriftest, oder ob du das PDF digital ausfüllst und dann bei Bedarf ausdruckst.

Download Canvas | Persona

Ob digital oder analog – nimm dir für das Ausfüllen mindestens 10, aber auch nicht länger als 30 Minuten Zeit.

Übungsdateien
Canvas | Persona.pdf
Größe: 209,48 kB