Publikum – analog und digital
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Tipp Es ist durchaus ratsam, dass Kulturinstitutionen nicht nur den physischen, sondern auch den digitalen Raum als integralen Bestandteil des Audience-Development-Prozesses anerkennen und einbeziehen – auch in die (Nicht-)Besuchendenforschung. Schau bei deiner Recherche in der Institution also sowohl auf analoge als auch auf digitale Berührungspunkte und Begegnungsräume mit deinem aktuellen und potenziellen Publikum. Hat deine Institution digitale Angebote? Werden hier auch Daten erfasst und gesammelt? Digitale Angebote können verschiedene Formen annehmen: interaktive Plattformen, soziale Medien, Online-Veranstaltungen, virtuelle Touren, Streaming oder auch die Website. Immer mehr Menschen bringen aufgrund der Selbstverständlichkeit digitaler Systeme im Alltag auch eine andere Erwartungshaltung in Bezug auf Kulturangebote mit. Sie nutzen immer häufiger digitale Wege und Möglichkeiten, um mit Kulturinstitutionen in Kontakt zu treten. Ab wann genau eine Person als digitale:r Besucher:in zählt, wird in Praxis und Forschung gerade vielseitig diskutiert. Reicht ein Blick auf die Website oder braucht es ein Mindestmaß an Interaktion und Zeit, um diesen als Besuch einzustufen? Eine eindeutige Antwort gibt es hier (noch) nicht. Die Definition dessen, was als digitaler Besuch gilt, und die damit verbundene Bewertung variieren letztlich je nach Kontext und Forschungsziel der jeweiligen Kulturinstitution. |