Kursinhalt
Publikum – Wer ist gemeint?
Wer verbirgt sich hinter dem Begriff Publikum? Über welche drei Kategorien lässt sich das Publikum differenziert betrachten? Welche grundlegenden Handlungsempfehlungen lassen sich für die drei Kategorien ableiten?
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(Nicht-)Publikum kennenlernen: Perspektivwechsel
Wie erweitert man sein Wissen über Publikum und Nicht-Besuchende? Wie kann die Persona-Methode das Verständnis für bestimmte Personengruppen vertiefen?
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Methodenkoffer
Welche Methoden hält die (Nicht-)Besuchendenforschung bereit?
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Zielgerichtete Kontaktaufnahme mit dem Publikum
Wie kann das (Nicht-)Publikum zielgerichtet, ressourcen- und bedarfsorientiert in den Blick genommen werden?
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Ausblick: Planung ist alles!
Wie behält man trotz komplexen Vorgehens den Überblick? Welche agilen Tools eignen sich zur Förderung von Planung und Transparenz im Team?
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Abschluss
Was waren zentrale Fakten und Informationen in diesem Modul?
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Praxiswerkzeuge für die publikumszentrierte Kulturarbeit
Lektion

Im letzten Kapitel wurden dir drei grundlegende Kategorien vorgestellt, die einen guten Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem (potenziellen) Publikum bieten. Jedoch sind diese noch viel zu allgemein. Wenn Kulturinstitutionen ein wirkliches Verständnis für ihr Publikum, einschließlich Gelegenheits-Besuchenden und Nicht-Besuchenden, entwickeln und mit ihnen ins Gespräch kommen möchten, ist es entscheidend, diese Gruppen weiter zu differenzieren.

Wer genau sind sie? Was sind ihre Perspektiven und Werte? Welche Bedürfnisse haben sie? Und in welchen Situationen können und möchten sie mit Kultureinrichtungen in Kontakt treten? Durch die Beantwortung dieser Fragen können Kulturinstitutionen ihr Publikum besser verstehen. Sie sammeln Wissen, um daraus anschließend gezielte Maßnahmen zu ergreifen.

 

Die Grafik zeigt dieses Vorgehen in einem Prozessmodell. Es besteht aus vier Handlungsschritten, die jeweils aufeinander aufbauen. Für die Entwicklung einer langfristigen Audience-Development-Strategie müssen sie als Kreislauf dauerhaft mitgedacht werden.

Schritt 1 besteht aus kontinuierlicher (Nicht-)Besuchendenforschung, d.h. es werden hier auf unterschiedliche Weise Daten erhoben und vertiefende Kenntnisse gewonnen.

Schritt 2 kontextualisiert die erhobenen Daten und interpretiert das erlangte Wissen.

Schritt 3 leitet aus den Erkenntnissen Maßnahmen ab.

Schritt 4 setzt die Maßnahmen in Form von passgenauen Angeboten um, die den individuellen Bedürfnissen und Präferenzen der fokussierten Publikumsgruppen gerecht werden.