Kursinhalt
Einstieg
Was heißt eigentlich Digitalität? Warum sind digitale/hybride Angebote in Kulturinstitutionen essenziell für eine zeitgemäße Kulturarbeit?
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Digitalisierung und Digitalität
Welche historischen Entwicklungen haben zur post-digitalen Gesellschaft geführt? Welche Begriffe begegnen dir im Kontext Digitalisierung und wie werden sie in diesem Kurs verwendet?
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Digitale Felder
Welche Anwendungsfelder für digitale/hybride Formate gibt es?
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Digitale Perspektiven
Was kann die Digitalisierung für die Kulturarbeit leisten?
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Digitales Mindset
Welches digitale Mindset brauchen Kultureinrichtungen?
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Digital-analoges Gesamtsystem
Was ist ein digital-analoges Gesamtsystem? Warum brauchen wir eine digitale Strategie?
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Digitalität & Diversität
Wie können wir die digitale Transformation von Kulturinstitutionen diskriminierungskritisch überprüfen?
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Chancen der Digitalität für die Kulturarbeit im 21. Jahrhundert
Lektion

Nützliche Arbeitsmethoden

Für deine weitere Lernreise möchten wir dir hier eine kleine Auswahl an Methoden aus dem agilen Arbeiten an die Hand geben. Die Kombination dieser Werkzeuge kann dich dabei unterstützen, deinen Prozess des selbstgesteuerten Lernens zu systematisieren und zu dokumentieren. Natürlich lassen sich die Methoden auch über das E-Learning hinaus in deinen Arbeitsalltag integrieren. Zum Beispiel, wenn du direkt ein Projekt angehen oder eine digital-analoge Strategie erarbeiten möchtest.

Planung ist viel besser in der Kombi-Packung.

Scrum-Sprint: Planning, Review und Retrospektive. Was zunächst vielleicht kompliziert klingt, ist in diesem Fall eine praktische Herangehensweise. 

Wie funktioniert das?

Arbeitest du im Team, wird grundsätzlich alles gemeinsam erarbeitet und festgelegt. Der sogenannte Sprint startet mit einem Planning. Hier wird das Aufgabenpaket („Was?“) für einen bestimmten Zeitraum ausgewählt und in Arbeitsschritte („Wie?“) aufgeteilt. In einer Arbeitsgruppe werden zusätzlich die Zuständigkeiten („Wer?“) geklärt. In der Regel dauert ein Sprint 2–4 Wochen. 

Die Vorzüge einer Sprint-Planung liegen in der Transparenz. Der klar definierte zeitliche Rahmen und der Aufgabenumfang verbessern die Konzentration und den Fokus. In einem Team wird sichergestellt, dass alle wissen, woran die Kolleg:innen arbeiten und welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit eine Aufgabe als erledigt gilt (vgl. Schwaber & Sutherland, 2020).

Visualisieren hilft: Kanban-Board

Kanban ist eine Methode der Prozesssteuerung. Die Idee dahinter ist, möglichst effizient zu arbeiten, indem Kapazitäten und Aufgaben transparent kommuniziert werden. Der Überblick wird mit dem Kanban-Board hergestellt. In der Regel hat das Board 3 Spalten: Arbeitsschritte (To Do), In Arbeit, Fertig. Die zu erledigenden Aufgaben werden dann entsprechend ihres Arbeitsstandes in die entsprechenden Spalten verschoben. Du kannst ein analoges Board aus Papier erstellen oder eine digitale Version anlegen, z.B. über Trello oder in einer DSGVO-konformen Variante wie MeisterTask (vgl. Burrows, Eisenberg, Wiedenroth, 2015).

Zweimal Reflexion hält besser

In Scrum gibt es zwei aufeinanderfolgende Reflexionsmethoden: Review und Retrospektive.

Der Review stellt am Ende eines Arbeitszeitraumes die Ergebnisevaluation dar: Das bedeutet, du reflektierst bzw. das Team reflektiert zusammen, welche Ergebnisse erarbeitet wurden. Um das Ergebnis von seiner Bewertung zu trennen, findet es losgelöst von der Retrospektive statt.

Die Retrospektive findet nach dem Review statt und stellt die Prozessevaluation dar. Das bedeutet, du reflektierst, was gut funktioniert hat, was nicht und was zukünftig verändert werden sollte. Bei der Arbeit in einem Team reflektiert man außerdem noch gemeinsam, wie die Zusammenarbeit geklappt hat (vgl. Schwaber & Sutherland, 2020). Für die Retrospektive steht eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung.