Diversität und digitale Transformation zusammen denken
In den vorangegangenen Lerneinheiten wurde bereits angemerkt, dass digitale Strukturen menschengemacht und daher nicht frei von Diskriminierung sind. Um digitale Werkzeuge für mehr kulturelle Teilhabe und gerechte Zugänge zu nutzen, ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema Diversitätsentwicklung daher unverzichtbar.
Wenn du dein Wissen zu diesem Thema erweitern möchtest, kannst du dir den folgenden (ca. 45-minütigen) Vortrag von Ella Steinmann anschauen, der gut in das Thema einführt (vgl. Kulturpolitische Gesellschaft, 2022b).
Die Expertin für Diversitätsentwicklung in Kulturinstitutionen blickt in dem Vortrag mit diskriminierungskritischer Brille auf den digitalen Wandel und auf die digitalen Bedingungen oder Möglichkeiten bezüglich Diversität.
Steinmann stellt darin die folgenden Themen vor:
- Was heißt Diversität und was sind Diversitätsdimensionen?
- Wie erkennt man strukturelle Diskriminierung?
- Wie kann Veränderung aussehen?
- Was ist diverses Personal?
- Wie kann man Digitalisierung diskriminierungskritisch überprüfen und digitale Werkzeuge für die Diversitätsentwicklung nutzen?
Um diesen Input an deine Institution zurückzubinden, ist es empfehlenswert, den von Ella Steinmann vorgestellten Vielfalt-Plus-Selbstcheck zu durchlaufen.
Das Analyse-Tool und der begleitende Leitfaden wurden im Rahmen eines öffentlich finanzierten Forschungsprojekts von der Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt der FH Bielefeld unter der Leitung von Prof. Dr. Swetlana Franken entwickelt. Ursprünglich für den Einsatz in Wirtschaftsunternehmen konzipiert, eignet es sich ebenso für die Reflexion in Kulturbetrieben (vgl. Denkfabrik Digitalisierte Arbeitswelt, 2020).
Die Ergebnisse des Checks helfen dir, über die bestehenden Werte deines Hauses und die Dimensionen ihrer Umsetzung Klarheit zu gewinnen. Gleichzeitig können bestehende Handlungsbedarfe aufgezeigt werden und als Gesprächsgrundlage für Aufbau, Weiterentwicklung und Planung vielfaltsorientierter Maßnahmen dienen.